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Warum wird man ein „Montagsmaler“ ? An jedem Montag treffen sich Menschen aus ganz verschiedenen Lebensbereichen, mit ganz verschiedenen, persönlichen Erfahrungen, Berufen und einer erstaunlichen Spanne des Alters vom Teenager bis zu den Jahren, die in der Bibel den Menschen als Lebenszeit zugemessen wird. Allen gemeinsam ist der Wunsch, vom Sehen, mit den Augen oder den Gedanken, zum Gestalten und Verstehen dessen zu gelangen, was anrührt, um es sich durch die bildliche Darstellung dauerhaft anzueignen. Dazu sind Fertigkeiten, ist das Erlernen von Techniken nötig bis man sich seiner eigenen, persönlichen Ausdrucksmittel gewiss geworden ist. Jedes Mal wenn man vor einem leeren Blatt sitzt und beginnt, ihm einen Inhalt mit dem Bleistift, der Pastellkreide oder dem Pinsel zu geben, erfährt man viel über sich selbst und, wenn man es zusammen mit anderen tut, auch über sie. Auch wenn man nicht darüber redet, bildet das gemeinsame Tun so etwas wie einen Kokon um die Gruppe in dem man für eine gewisse Zeit angenehm umschlossen ist. Dabei ist es wahrscheinlich gleichgültig, ob man malt, weil man sich dafür in der Schule entschieden hat, weil man „es schon immer einmal versuchen wollte“, weil man sich von den Anfechtungen des ganz normalen Alltags befreien will, weil man dem Müssen das Dürfen, Können und Schaffen, bewusst gegenüber stellen möchte. Dafür sind diejenigen der Montagsmaler, die sich zu großer Reife und Leistung geduldig gesteigert haben, ein immer wieder ermutigendes Beispiel.In unserer Ausstellung werden Sie Beispiele für die Bandbreite der Motive und ihrer Darstellung sehen und sich daran, wie wir hoffen, erfreuen können. Bernd Hausmann, 11.Oktober 2006 Quelle: Bernd Hausmann Stand: 05.06.07 zuletzt bearbeitet: Claus
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